Tuesday, December 11, 2012

i heart a dinner with friends



Ein Abend mit Freunden ist immer willkommen. Ein Abend in der Adventszeit mit speziellen Freunden ist besonders schön.



Am Samstag war es endlich soweit. Wir haben uns mit Freunden getroffen, die uns sehr am Herzen liegen und, die wir eigentlich viel zu selten sehen. Da wir uns immer viel zu erzählen haben und einfach sehr gerne zusammen sind, ziehen wir ein gemütliches Abendessen zu Hause einem Restaurantbesuch vor. Solche Abende beginnen meistens immer schon am Spätnachmittag in der Küche bei einem (oder zwei oder drei...) Gläschen Wein und herzhaftem portugiesischen Käse. Während ich also am Samstag das regen Treiben beobachtete, wie wir alle in der Küche sassen, aus dem Quatschen nicht mehr loskamen, die Kinder in regelmässigen Abständen in die Küche liefen, um noch eine Brotscheibe, ein Stückchen Käse oder ein Cracker zu stiebitzen, die Weingläser eifrig aufgefüllt wurden, der Duft des Bratens die Nase emporstieg, lächelte ich und fühlte die Geborgenheit, die einfach nur besondere Freunde vermitteln können.


Diesmal waren wir eingeladen. Als ein kleines Mitbringsel habe ich einen Kuchen mitgebracht. Nein, keinen fertigen Kuchen, sondern eine spezielle "Fertigpackung". Was die Backindustrie kann, das können wir auch. Wir brauchen nur ein Einmachglas, ein schönes Backrezept und die festen Zutaten.


Voilá!





Wie man so eine "Fertigpackung" hinkriegt, ist im grundegenommen selbsterklärend. Einfach das Glas mit den festen Zutaten Schicht für Schicht befüllen, schöne Eitkette aussuchen (ich musste ein bisschen rumbasteln, da mein Drucker nicht so ganz wollte) und nicht vergessen, das Rezept beizufügen.



Die Quelle zu dieser Idee, kann ich leider nicht mehr sagen, aber woher das Rezept ist, das kann ich Euch verraten.


Das Rezept habe ich von hier. Der Blog gehört einer Kindergartenmami, die mich schon sehr oft mit ihren Rezepten inspiriert hat und mir einen ersten Einblick in die portugiesische Küche gegegen hat.


Das Rezept mit dem Schockoladenkuchen und dem kochenden Wasser war meine Premiere aus diesem Blog und schlicht und weg ein Erfolg!


Für meine deutschen Leser übersetze ich mal das gute Rezept:


"Schokoladenkuchen mit kochendem Wasser"
4 Eier
2 Tassen gelben Zucker
2 Tassen Mehr
1 Tasse Öl
1 Tasse Kakao
1 Tasse kochendes Wasser
1 TL Backpulver
1/2 Tasse Schokoladenstreusel
1/2 Tasse grob zerkleinerte Nüsse


Ofen auf 180ºC vorheizen.
Eier mit Zucker verrühren, danach Mehl und Backpulver hinzufügen.
Anschliessend kommt das Öl und der Kakao dazu und zum guten Schluss das kochende Wasser sehr gut unterrühren.
Die Hälfte des Teiges auf einem Backbleck streichen. Schokoladenstreusel und Nüsse darüber streuen.
Die 2. Hälfte dazugeben und...


... ab in den Ofen für ca. 45min.


Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne, gemütliche Adventszeit!
Eure Annie

Friday, November 2, 2012

Hommage an den Sommer

Hallo November! Bevor ich Dich und die dunkle Jahreszeit willkommen heisse, lasse ich mich noch einmal von sonnigen Tagen erwärmen und gewähre dem Sommer eine letzte Hommage.














Nächstes Jahr sehen wir uns wieder!

Liebe Grüsse,
Annie



Wednesday, October 31, 2012

Skyfall




Seit  Mr. James Bond von Daniel Craig verkörpert wird, werden die 007 Filme auf der grossen Leinwand angeschaut. Davor habe ich die Filme des britischen Agenten sporadisch im Fernsehen gesehen. Ich mag Daniel, ich mag ihn wirklich als Schauspieler und finde, dass er ein würdiger James Bond ist. Eigentlich kaum zu glauben, dass Daniel vor seinem Bond Antritt lächerlich gemacht wurde.  Schon nach "Casino Royale" hatte er seine grössten Kritiker überzeugt, "Ein Quantum Trost" litt ein wenig unter dem damaligen Hollywoodstreik und "Skyfall" schliesst sich nun an "Casino Royale" an.

Neben Daniel Craig ist die restliche Beseztung zum  Niederknien. Javier Bardem als Bösewicht hat einen grandiösen Auftritt und ist schlicht eindrucksvoll. Er wird wohl als bester Bösewicht in die Bond-Geschichte eingehen und lässt seine Vorgänger wie Kleinkriminelle aussehen. Für mich hatte er was vom "Joker" (The Dark Knight). Judi Dench und Ralph Fiennes wie immer auf'm höchsten Niveau. Ben Wishshaw als der neue "Q" einfach top.

Skyfall ist ein klassisches Bond Abenteuer im modernen Zeitgewand und mit einem Finale, der die Zuschauer anregt, über einen Neuanfang nachzudenken.

Alles in einem ehrt Skyfall die Geschichte der James Bond Filme und ist nicht nur für eingefleischte Fans ein Leinwandfest.

Liebe Grüsse,
Eure Annie


Sunday, October 28, 2012

Instants of a Saturday

Da die ganze Woche über der Regen unser Dauergast war, hatten wir für das Wochenende sehr bescheidene Pläne, die sich mehr oder weniger auf das Couch-Potato-Dasein beschränkten. Umso erstaunter waren wir, als heute morgen uns einen klaren, sonnigen Himmel erblickte. 

Schon lange wollte ich mal wieder zu  "Frutalmeidas", ein Obsthändler mit integrierter Snackbar, wo man die weltbesten "pastéis de massa tenra" (Pasteten aus Mürbeteig) serviert bekommt. Ich kann Euch wirklich wärmestens diese pastéis empfehlen. So wie die "pastéis de nata" für das Süsse stehen, so sind die "pastéis de massa tenra" das Sinnbild für das Deftige.  ....und nirgends bekommt man so gute wie bei "Frutalmeidas". 
Neben den besagten pastés hat man auch die Auswahl an frischen Obstsäfte und Salate sowie wie von Muttern gemachten Süppchen. Lange Rede, kurzer Sinn - das Mittagessen war beschlossene Sache und ich habe mir heute das Kochen erspart. 



Einmal mitten in der City haben wir den Tag ausgenutzt, um ein bisschen Lisbonfeeling zu schnuppern und,  bei  "Fragoletto" das beste Eis zu geniessen. "Das "beste" ist natürlich immer relativ, doch tatsächlich wurde diese Eisdiele vom Reiseführer "Lonely Planet" als "die beste Eisdiele jenseits von Genua" ausgezeichnet. Heute haben wir uns dem Geschmack von "Schokolade mit Ziegenmilch" und "Birneneis" hingegeben. 




Das Leben pulsierte in der Stadt. Die Strassen  waren voll mit Touristen und wer meinte, dass mit dem Sommer, der Pulsschlag, die Attraktionen und das Leben der Stadt verschwunden sind, wurde heute eines Besseren belehrt. 


In der "Praça da Figueira" konnte man einen Gastronomiemarkt mit portugiesischen Spezialitäten besuchen.



In der "Rua Augusta" buhlten diverse Strassenkünstler um die Aufmerksamkeit der Touristen, sodass man alle 100 meter stehenbleiben musste / wollte...



und in der Alfama wurde bereits am Nachmittag für den abendlichen Fado Veranstaltungen geworben.




Mit müden Beinen, aber mit frohen Sinnen noch hier und da ein paar Schnappschüsse eingefangen....


...und uns dann auf einen gemütlichen Couchabend gefreut.

Liebe Grüsse,
Eure Annie


Tuesday, October 23, 2012

...und wieder mal haben mich die Franzosen überzeugt

diesmal mit einem Film über die Freundschaft, das Leben und die Masken, die wir tragen - über die Bemühungen eine Fassade des eigenen Lebens aufrecht zu erhalten, um bloss nicht zuviel von sich preiszugeben - selbst vor unseren Freunden (oder vielleicht besonders da.)



Mesdammes et messieurs - Voilá!

Les petits mouchoirs - (Kleine wahre Lügen)



Für alle Freunde des europäischen Erzählkinos kann ich diesen Film nur empfehlen - es hat mich begeistert, gepackt und zum Nachdenken angeregt. 

Übrigens verwöhnt uns der Soundtrack mit Musikern wie  u.a. Ben Harper, Janis Joplin und Maxim Nucci.

Salut,
Annie

Monday, September 24, 2012

Playing for Change Day - Düsseldorf



Mit meinem dünnen Stimmchen hätte ich bei dem Playing for Change Day in Düsseldorf am Samstag  nicht viel reissen können, aber die Sache mit dem "Clapping hands" und "Dancing Feet" hätte ich schon hingekriegt.

Schade, dass es mir unmöglich war, bei diesem schönen Event live dabei zu sein.

Für jeden, den es wie mir erging, hier ein kleiner Zusammenschnitt, was am Samstag auf den Rheintreppen so los war.




Vielleicht bekommt Ihr Lust beim nächsten Mal dabeizusehen. Hier könnt Ihr sehen, ob in Eurer Stadt mal so eine Aktion stattfindet.


One Love, One Heart - Let's get together and feel alright!
Eure Annie

Wednesday, August 8, 2012

Medaille, Medaille...

Finally, finally - endlich die erste Olympia-Medaille für Portugal!

Fernando Timenta und Emanuel Silva holen SILBER im Zweier Kajak.

Ich freue mich für die Jungs - Congratulations!


Wednesday, August 1, 2012

Nach Feierabend....

raus aus dem Trott.....habe ich mir die Tage so gedacht. Wieso zu Hause verweilen, wenn es draussen doch so schön ist. Von der Routine weg, einfach mal improvisieren und mitten in der Woche (nicht immer alles auf das Wochenende verlegen....auch in der Woche haben wir das Recht uns zu verwöhnen) das Abendessen in einem kleinen spontanen Picknick verwandeln. Das erfrischt das Gemüt, macht gute Laune und gibt eine volle Ladung Energie. Schnell waren die beiden Männern von der Idee angetan und ab ging es nach Monsanto samt Picknickkorb und Decke.

Unterwegs noch ein paar Leckereien  "pastéis, rissóis, chamuças" besorgt und mit dem zu Hause hergerichteten Salat einfach kombiniert. Ein bisschen Brot und ein Stück Käse runden das Menü perfekt ab.


Nach dem Abendmahl ging es dann darum, wer die meisten Airlines errät und dessen destination.  .Hier die TAP schön eingefangen, aber wir hatten auch die Ehre den Passagieren von "EasyJet", "PGA", und sogar von der "Lufthansa"  einen guten Flug zu wünschen. Da bekomme ich doch direkt Fernweh.


Zum guten Schluss wurde das neue Skateboard ausprobiert. Pinienbaum Junior hat sich tapfer gehalten, die Eltern hingegen kamen keinen einzigen Milimeter voran...


Glücklich und zufrieden ging es etwas später nach Hause und irgendwie kommt uns die Woche aufeinmal gar nicht mehr so lange vor.

Happy Week,
Eure Annie

Monday, July 30, 2012

Olympiafieber

Seit mal 2 Tagen läuft Olympia, aber das Fieber hat mich gepackt. Sei es  Judo, Volley, Fechten, Kanusport, Leichtathletik, Turnsport, Radsport, Hockey, Handball, Segeln, Triathlon - meine Nase bleibt an der Mattscheibe kleben und wie gerne wäre ich vor Ort dabei.

Doch bei keiner anderen Sportart klopft mein Herz so stark, spüre ich das Bedürfnis selbst mitzumachen, kenne die meisten Athleten wie beim Schwimmen. Das ist mein Sport! Schon als Kind habe ich Michael Gross bewundert und auch heute lasse ich es mir einfach nicht nehmen, wenn die ganz Grossen der Welt ihre Bahnen ziehen - sei es bei der Vorrunde, Halbfinale und natürlich beim Finale!  



Schade, dass es bei den deutschen Athleten es noch nicht zu einem Sieg gereicht hat. Drücken wir also mal für morgen dem Paul ganz fest die Daumen, dass es für's Treppchen ausreicht.

Eure Annie

Monday, July 16, 2012

Das liebe Wetter

Traute ich mich am Wochenende nicht ins Wasser, würde ich jetzt alles darum geben, ein Sprung ins frische Meerwasser zu machen und zu Part II meines Strandausfluges überzugehen. Am Wochenende feine, sanfte Frühlingstemperaturen und heute, gerade an einem Montag - wenn man noch ganz benommen ist vom "dolce fare niente", verwöhnt uns Herr Petrus mit sage und schreibe 30ºC. Nicht gerade die besten Bedingungen, um sweet week-end zu vergessen und den lieben Tag am Schreibtisch zu verbringen. Obendrein ruft nach Feierabend die sportliche Disziplin und wohl oder übel wird das Chlorwasser eines geschlossenen Schwimmbades dem Strand in Vorzug gebracht. Bleibt nur noch zu hoffen, dass Herr Petrus Loyalität bis zum nächsten Wochenende ausreicht, damit Familie Pinienbaum endlich einen ausgedehnten Strandtag geniessen kann.

Sunny week,
Eure Annie

Sunday, July 15, 2012

Wir machen uns den Sommer...


...sowie er uns gefällt. 

Auch wenn die Temperaturen im Moment sich mehr nach Frühling anfühlen, lassen wir es uns den Sommer nicht nehmen. Nachdem heute nachmittag Pinienbaum Junior bei einem Freund abgeladen wurde, ging es für die Frau Mama und Herr Papa direkt Richtung Meer. Zum Baden war - zumindest für mich - die Wassertemperatur nicht gerade einladend, doch dafür haben wir die sanften Sonnenstrahlen bei lecker Schneckchen und eisgekühltes Bier genossen und unsere Gedanken in das tiefblaue Meerwasser eingetaucht.





Auf weitere sonnige Tage,
Eure Annie

Friday, July 13, 2012

PLAYING FOR CHANGE - Connecting the World


Gestern habe ich das erste Mal von diesem Projekt gehört und bin so von dieser grossartigen Arbeit begeistert und so bewegt, dass ich es unbedingt mit Euch teilen möchte.

Verschiedene Strassenmusiker haben sich aufgemacht und nur mit einem Mikrofon und einem Laptop als Ausrüstung, den Klassiker u.a. "Stand by me" neu aufgenommen. Mitgewirkt haben Grandpa Elliot in New Orleans, Roger Ridley in Santa Monica bis hin zu Musikern aus der ganzen Welt. Jeder hat seinen Teil gesungen oder auf sein Instrumenet gespielt und mit Hilfe eines mobilen Tonstudios wurde das Ganze aufgenommen und zu einem Video verarbeitet.

Ich war absolut hin und weg von dieser Musik, dass ich mit meiner Kollegin sogar in Erwägung zog, sofort nach der Arbeit eine 4-stündige Fahrt nach Porto (Playing For Change war gestern in Porto) in Kauf zu nehmen, abends das Konzert zu geniessen und mitten in der Nacht wieder zurückzufahren. Blöd nur, dass wir dann erst am frühen Morgen in Lissabon ankommen würden und direkt zur Arbeit sprichwörtlich rennen müssten. Vor ein paar Jahren wären wir das Abenteuer höchstwahrscheinlich eingegangen, doch die Zeit vergeht auch bei mir nicht ohne jegliche Spur der wachsenden Vernunft...;-)

Aber schaut Euch nun am besten das Video an:





Erzählt anderen Menschen davon, damit die ganze Welt davon Wind bekommt und fühlt, dass Musik Grenzen zwischen Menschen überwindet - sei aus unterschiedlichen geistigen, politischen, wirtschaftlichen oder kulturen Hintergründen. Wo bitteschön sieht man Juden, Araber Seite an Seite und ein irischen Chor bestehend aus Katholiken und Protestanten...Ach ja und Bono ist auch dabei (dies im Dokumentationsfilm auf DVD erhältlich - dies auf der DVD zu sehen)


Um den Musikern auch was zurückzugeben, wurde eine Non-Profit-Organisation "Playing for Change Foundation" gegründet, die Musiker aus der ganzen Welt zusammenbringt, um gemeinsam Konzerte zu spielen, Geld zu sammeln und um Musik- und Kunstschulen zu gründen für die Menschen, die Hoffnung und Inspiration dringend nötig haben.


Last but not least habe ich für Euch einen tollen Tipp. Merkt Euch den 22. September und macht mit beim "Playing Change Day" in Düsseldorf, wo Musiker aus aller Welt zusammen kommen, um für "peace and love" zu musizieren, zu singen und zu tanzen. Alle weiteren Informationen hier.

Mein Fazit: Absolut tolle Musik und leidenschaftliche Künstler. Prima Idee - einfach ein tolles Projekt...

....oder wie würde eine sehr gute Freundin von mir sagen: "Ich das schööön...." (nicht wahr liebe Freundin..;-))


Eine herzliche Umarmung,
Eure Annie





Monday, June 11, 2012

Trostpflaster



Oh je, oh je....der EM Auftakt ging für die Herren hier im Hause gar nicht gut auf. Was für eine betrübte Stimmung gestern abend. So sehr der EM entgegengefiebert wurde, so schnell war die Euphorie auch schon wieder vorbei. Ja, ja - Fussball bewegt Gemüter - wobei ich ja gut reden habe. Egal, wie es ausgegangen wäre, ich wäre immer auf der Gewinnerseite...;-)
Um Pinienbaum Senior und Pinienbaum Junior bei Laune zu halten, wurde heute morgen spontan gebacken. Ein herrlicher, saftiger, wohlduftender Frühstückskuchen mit Kokosraspeln und Orangengeschmack ist dabei herausgekommen:


Inspiriert durch diese Lady, die mich bei meiner kulinarischen Eingebung begleitet hat:

haben wir beschlossen den restlichen Sonntag am Tejo-Ufer in Belém zu verbringen und

und siehe da, von betrübter Stimmung war aufeinmal nichts mehr zu spüren. Die Sonnenstrahlen und dieser herrliche blaue Himmel hat uns so gut getan. Mit getankter Energie haben wir den Sonntag zu Hause gemütlich ausklingeln lassen und zählen nun die wenigenTage bis.....

...wir über die Wolken schweben...
Euch allen einen schmerzfreien Wochenanfang und weiterhin viel Freude bei der EM,
Eure Annie


Thursday, April 26, 2012

Keep calm and swim on



Wer hätte das mal gedacht - dass Sport doch mal mein Ding wird.

Ambitionen zum Sport habe ich sehr oft gehabt. Vieles versucht, ob draussen oder drinnen, doch gehalten hat es nie lange. Joggen, Walken, Fahrrad, Fitness....nichts hat mich wirklich so überzeugt, dass es lange gefruchtet hätte.

Schwimmen habe ich schon immer gerne gehabt. Doch je älter man wurde, umso schwerer fiel der Gang ins Schwimmbad. Ausziehen, Anziehen, Duschen, Haare nass, wie sehe ich bloss danach aus, zu dick, zu dünn, blöde Badekappe, macht mich hässlich...ach nee, irgendwie doch alles zu umständlich.  Also wurde das Schwimmen auf den Urlaub am Strand und mehr auf's Planschen reduziert.

Aber nu' die Revolution. Dank Pinienbaum junior musste ich mindestens 1x die Woche die Chlorluft des Schwimmbads einatmen und musste neidvoll zusehen, wie toll diese jungen Hüpfer die Bahnen ziehen. Schleichend, sehr schleichend machte sich eine Lust in mir breit, doch mal wieder meinen dicken Zeh ins Schwimmbecken einzutauchen. Aus dem schleichenden Gefühl wurde schnell eine rasende Idee und eh ich mich versah, war ich angemeldet.

Nun ging es los und sogar ein Lehrer sollte mir zur Seite stehen. Wozu der gut war, konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich nachvollziehen. Schliesslich konnte ich mich doch über Wasser halten. Wie sehr ich mich irrte!

Mit hektischen Arm- und Beinschlägen sprang ich ins Wasser und lernte aber doch sehr schnell, dass in der Ruhe die Kraft liegt, besonders im Wasser. Es kommt nicht darauf an schnell nach vorn zu preschen, sondern jeden einzelnen Zug sorgfältig bis zum Ende auszuführen.

Für die Olympischen Spiele reicht die Zeit nicht mehr aus, aber trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen mich von diesem wunderbaren Video, das Michael Phelps beim "Butterfly" zeigt, zu inspirieren.



Sieht das nicht toll aus???

Also los, packt die Badekappe ein und lasst uns ein paar Bahnen ziehen - denn Schwimmen traniert nahezu alle Muskeln, macht Spasst und hält jung.

Eure hochmotivierte Annie

Saturday, April 21, 2012

Porto Covo

Wie ich schon in meinem vorherigen Post berichtet habe, bin ich der quirlige Part der Familie und diejenige, die es nie lange zu Hause aushält. Daher war Mr. Pinienbaum erstaunt, als ich auf seine Idee hin, über die Osterfeiertage wegzufahren, nicht in Begeisterungsstürme ausgebrochen bin. Nach einer etwas stressigen Woche war mir nur einfach danach, ein paar ruhige Tage mit dem "Nichtstun" zu verbringen. Da es sich jedoch nicht lediglich um eine Idee handelte, sondern der Kurzurlaub schon festgebucht wurde, musste ich mich dem beugen und etwas "missmüstig" meine Reisetasche packen.

Die Reise ging an die vicentinische Küste, genauer gesagt - nach Porto Covo - einem kleinen Fischerort südlich von Sines im Alentejo "das Land jenseits des Tejo".

In Porto Covo habe ich schon mehrmals mein Urlaub verbracht, zwar schon etwas länger her, doch als wir ankamen, war mir dieses Dörfchen sofort vertraut und ich fühlte mich sehr heimisch.
Wie auch schon damals, traf mich diese unberührte Natur wie eine Wucht und verschlug mir den Atem. Die Felsen fallen fast senkrecht ins Meer ab und die Küstenlandschaft wird immer wieder von kleinen Sandbuchten unterbrochen. Seltene Vogelarten finden perfekte Brutbedingungen in der Steilküste und an den Klippen kann man tolle exotische Pflanzen entdecken. Zoologen und Biologen kommen also hier ganz und voll auf ihre Kosten. Gut, dass wir unser Fernglas dabei hatten.

























Der Dorfkern erstrahlt mit seinen kleinen, niedrigen weiss gekalkten Häusern, die alle einheitliche rote Türen und Fensterläden haben. Jedes Jahr werden die Häuser mit weissem Kalk neu angestrichen, damit die typische Note des Alentejo erhalten bleibt. Das Auge kann sich gar nicht satt sehen.














Auch kulinarsich kamen wir unsere Kosten. Genau in Porto Covo habe ich ich damals "Perceves" gegessen.. Die deutsche Übersetzung lautet "Entenfüsse", tatsächlich haben Perveces aber nichts mit Enten zu tun, sondern sind eine Meeresfrucht.



Diesmal waren es keine Perceves, aber dafür eine leckere "Feijoada de Búzios" (Bohnengericht mit "Muscheln"). Ein sehr leckeres, aber sehr sättigendes Gericht -für den Sommer nicht unbedingt empfehlenswert - zu der aktuellen Jahreszeit durchaus vertretbar.













Zur  Ilha do Pessegueiro konnten wir leider nicht besuchen, da die Bootsfahren nur im Sommer stattfinden. Die Insel bietet zusätzlich sehr gute Bedingungen für die Sportfischerei und das Surfen.

Der portugiesische Sänger Rui Veloso erzählt in einem Lied von einer unglücklichen Liebe, die ein Ende auf dieser Insel gefunden hat.

Mit dem Wetter hatten wir einen Riesenglück. Während im Norden Portugals gestürmt hat, konnten wir nach einem langen Spazier- und Strandtag auf der Terrasse unserer Unterkunft den Abend ausklingen lassen.

Viel zu schnell ist der kurze Urlaub zu Ende gekommen. Mit neuer Energie, gesunden roten Wangen und innerlichen Frieden haben wir uns von Porto Covo verabschiedet.

Alentejo ist ein wunderbares Ziel, um einfach nur die Seele baumeln zu lassen und das haben wir getan.

Seid herzlichst gegrüsst,
Eure Annie


Monday, January 30, 2012

Vom chronischen Zwang....

Meine Wenigkeit, die sonnige Tage im Winter in ihrer alten Heimat, sprich Deutschland, an einer Hand abzählen konnte, verfällt noch heute in Begeisterungsstürme, wenn sie aus dem Fenster blickt und einen wolkenlosen, sonnigen Himmel sieht. Der liebe Herr Pinienbaum (der Herr Gemahl) holt mich immer schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und meint, dass ich es doch mittlerweile besser wissen müssste und mich von meinem "lass uns nach draussen Zwang" befreien sollte. Langsam sollte mir doch klar sein, dass der liebe Herr Petrus stets auf unserer Seite ist und uns sehr viele Sonnenstunden beschert und ich nicht beim kleinsten Sonnenstrahl alle Bewohner des Hauses nach draussen scheuen sollte.

Tja, lieber Herr Pinienbaum, das mag zwar schon chronischer Zwang sein, aber am Sonntag hiess es trotzdem ab an die frische Luft.....Mann + Kind + Rucksack gepackt und ab zum Monsanto, zur Lunge Lissabons!

Monsanto bot uns einen herrlichen, bunten Blick. Im Herzen vom "Keil de Amaral" tummelten sich Familien mit Kindern, eifrige Jogger, Fahrradfahrer, Skater, Picknicker und sogar Musiker, die unser Gemüt mit sanften Cellotönen streichelten.
Es war nicht zu übersehen, dass der Frühling schon eingeläutet ist. Für den Moment sehr schön, doch im nachhinein auch etwas erschreckend, dass die Jahreszeiten so verrückt spielen - wir haben nicht mal Februar und es fängt an zu blühen.....! Ein bisschen Winter, ein bisschen Regen würde diesem Land schon ganz guttun und meinen "chronischen Zwang" etwas besänftigen und mal einen gammeligen Couchtag zu Hause erlauben...;-))

Eine wunderschöne Woche wünsche ich Euch, unabhängig welches Wetter Herr Petrus zu Euch schickt!

Von hier aus weiterhin sonnige Grüsse, Eure Annie